11 Verschiedene Arten von Tauchpartnern

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different types of dive buddies

Es gibt die unterschiedlichsten Tauchpartner. Manche sind hervorragende Taucher und werden Freunde fürs Leben, bei anderen dagegen fragt man sich: „Hat der sein Brevet gefälscht?“ Lies weiter und lerne die elf häufigsten Tauchpartner kennen. Auch den idealen!

Der Naturführer
Der Naturführer hat sowohl das PADI Fish Identification  als auch das Underwater Naturalist Brevet und eine ganze Bibliothek an Büchern zur Fischbestimmung im Auto. Während des Tauchgangs wird er bzw. sie dich regelmäßig auf  Jungfische, getarnte Kopffüßer und interessante Felsformationen hinweisen. Der Naturführer ist ein idealer Tauchpartner für den Fotografen/Videofilmer.

Der Fotograf/Videofilmer

Einen Fotografen/Videofilmer als Tauchpartner zu haben hat Vor- und Nachteile. Du bekommst tolle Fotos von deinem Tauchgang, aber dein Tauchpartner wird möglicherweise kaum hinter seiner Linse hervorkommen. Aus diesem Grund sollten der Fotograf/Videofilmer und sein Tauchpartner vielleicht den PADI Self-Reliant Diver Spezialkurs machen.

Der Peak Performance Buoyancy Spezialkurs (Tarieren in Perfektion) ist ein weiterer sinnvoller Kurs sowohl für den Fotografen/Videofilmer als auch seinen Tauchpartner. Ein Fotograf/Videofilmer bittet seinen Tauchpartner oft Modell zu spielen. Dabei muss man dann ziemlich nah an empfindliche Meeresbewohner herankommen und dabei ganz unbeweglich bleiben. Außerdem muss man für eine tolle Aufnahme perfekt austariert sein und alle Knipser sollten ihre Tarierung gut im Griff haben, ehe sie zur Kamera greifen.

Der Schwimmer
Schon mal einen Tauchpartner gehabt, der den gesamten Meeresboden bei nur einem Tauchgang erkunden wollte? Falls ja, dann hattest du es wahrscheinlich mit einem Schwimmer zu tun. Diesem Tauchpartner geht schnell die Luft aus und er glaubt an die gefährliche Philosophie „gleiches Meer – gleicher Tauchgang“.

Der Trödler
Der Trödler kann eine halbe Stunde damit verbringen sich einen einzigen Felsen anzuschauen. Wenn nicht gelegentlich Bläschen aus ihm herauskämen, würde man sich wahrscheinlich fragen, ob der Trödler überhaupt noch lebt. Diese Art Tauchpartner ist nichts für jeden (sie machen Schwimmer wahnsinnig), aber zu Fotografen/Videofilmern und Naturführern passen sie gut. Lies wie ein Taucher zum langsamen Tauchen konvertierte.

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Der Wichtigtuer
Egal wo du schon mal tauchen warst, er bzw. sie war vor Jahren schon mal dort – bevor die anderen Taucher den Platz ruiniert haben. Der Wichtigtuer hat noch nie in seinen Neoprenanzug gepinkelt und braucht für einen dreistündigen Tauchgang nur eine Flaschenfüllung.

Deinen Kompass musst du nicht mitbringen, der Wichtigtuer hat selbst einem Delfin schon mal den Weg erklärt. Aber sei vorsichtig, wenn du einen Wichtigtuer als Tauchpartner bekommst. Er übertreibt vielleicht, was seine Erfahrung angeht, weil er schon seit zwanzig Jahren keinen Tauchgang mehr gemacht hat.

Der zerstreute Professor

Ein weiterer nicht so guter Tauchpartner ist der zerstreute Professor. Diese Taucher lassen sich schnell vom maritimen Leben, ihrer Kamera, glänzenden Objekten usw. ablenken. Irgendwann schaust du mal nach oben und der zerstreute Professor taucht direkt über dir oder aber er schwimmt in die entgegengesetzte Richtung davon. Dieser Tauchpartner taucht auch mal unwissentlich über die Tiefengrenzen für Sporttaucher und ist eine Gefahr für sich und andere.

Der Tec-Taucher
Wenn dein Tauchpartner Tec-Taucher ist, dann musst du dir nie Sorgen machen, dass du irgendetwas vergessen hast. Tec-Taucher haben zwei Backups… von allem. Der Tec-Taucher kann dich sehr gut beim Ausrüstungskauf beraten und folgt dir durch jedes Loch, durch das man durchschwimmen kann.

Du solltest nur darauf vorbereitet sein, dass dieser Tauchpartner dir bei jeder Gelegenheit erzählt, warum du unbedingt mal mit einem Rebreather tauchen solltest.

Der Zeitmaschinentaucher
Das Gegenstück zum Tec-Taucher ist der Zeitmaschinentaucher. Dieser Taucher hat keine neue Ausrüstung mehr gekauft, seitdem er mit dem Tauchen begonnen hat. Die Tarierweste hat Löcher, der Tauchcomputer synchronisiert nur ab und zu mal mit dem Sender und der ausgeblichene Neoprenanzug löst sich vermutlich demnächst völlig im Meer auf. Dieser Tauchpartner kann sich zwar in der Regel neue Sachen leisten, ist aber stolz darauf mit seiner Originalausrüstung zu tauchen, obwohl das Tauchen mit Tauchausrüstungen, die nicht gewartet wurden oder veraltet sind gefährlich sein kann.

Der Verlorengegangene

Dass der Verlorengegangene dein Tauchpartner ist, erfährst du womöglich erst, wenn der Tauchgang schon fast zu Ende ist. Nachdem du ihm brav gefolgt bist und -wie man das als guter Tauchpartner so macht- immer schön mit ihm Kontakt gehalten hast, dreht sich der Verlorengegangene irgendwann zu dir um. Und fragt dich „Wo ist das Boot?“. ¯\_ (ツ)_/ ¯ Da werdet ihr euch dann beide wünschen, ihr hättet den PADI Underwater Navigator Spezialkurs gemacht.

Der Neuling
Einen Neuling als Tauchpartner zu haben, hat seine Vor- und Nachteile. Sein Luftverbrauch ist möglicherweise nicht der Beste, aber seine Begeisterung ist oft ansteckend. Wenn du einen Tauchanfänger als Tauchpartner bekommst, dann sei ein gutes Vorbild, indem du das Riff nicht berührst und regelmäßig die Restluft prüfst. Vermeide enge Bereiche zum Durchschwimmen und weise deinen Tauchpartner auf Gefahren hin, die er vielleicht noch nicht kennt  (Feuerkorallen, Riesen-Drückerfische, Zitterrochen, etc.).

Der beste Tauchpartner?
Ein PADI® Rescue Diver. Wenn hättest du lieber als Tauchpartner? Einen Open Water Diver oder einen PADI Rescue Diver?  Der Rescue Diver Kurs macht „ernsthaft Spaß“, ist bereichernd und eine tolle Möglichkeit Tauchfertigkeiten zur Verbesserung deiner  Sicherheit zu lernen und beim Tauchen mehr Selbstvertrauen zu haben.

Den Rescue Diver Kurs kannst du machen, egal, ob du Tauchneuling oder schon PADI Advanced Open Water Diver bist. Zuerst lernst du, wie man potenzielle Probleme erkennen kann noch bevor sie auftreten. Und zusammen mit einem PADI Instructor übst du dann in Rollenspielen wie man in Notsituationen richtig reagiert. Und währenddessen machst du dich mit der Ausrüstung deines Tauchpartners vertraut, so dass du im Falle eines Problems besser gewappnet bist.

Taucher, die den PADI Rescue Diver Kurs gemacht haben, sagen oft,  dass es der beste Kurs war, den sie je gemacht haben. Und viele Instructor sagen uns, dass sie diesen Kurs am liebsten unterrichten, weil man dabei so eine große Veränderung bei den Schülern beobachten kann. Wenn du loslegen willst, dann melde dich zuerst einmal für den Rescue Diver Onlinekurs an und nimm dann Kontakt zu deinem PADI Dive Center oder Resort auf.

Auf der Suche nach einem Tauchpartner?
Frag in deinem PADI Dive Center oder Resort nach, wo es in deiner Nähe Tauchclubs oder Möglichkeiten für Freizeittauchgänge gibt, bei denen du andere Taucher treffen kannst. Schau dir mal unsere Post an: 4 einfache Möglichkeiten, einen Tauchpartner zu finden.