Wie man aus Freunden Taucher macht

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convert your friends to divers

Einen Tauchpartner zu finden wäre so viel einfacher, wenn deine Freunde sich nur auch brevetieren lassen würden, stimmt‘s? Also, was ist der Trick? Geduld ist immer gut, aber hier sind ein paar Tipps, mit denen du deine Clique davon überzeugen kannst, mit dir tauchen zu gehen, um all die faszinierenden Tauchplätze der Welt zu entdecken.

Fang mit dem Schnorcheln an. Für viele, die das zum ersten Mal ausprobieren, ist das Tragen einer Maske und das Untertauchen erst einmal eine große Herausforderung. Am besten du fährst mit deinem Freund zu den kalifornischen Kanalinseln oder zum Crystal River nach Florida. Dort gibt es große Tiere,  wie z. B. Seelöwen oder Seekühe, auf die er sich konzentrieren kann. Nimm Anti-Beschlagspray mit und sorge dafür, dass dein Freund einen Rashguard oder, falls nötig, einen Taucheranzug trägt. Er soll sich so wohl wie möglich fühlen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ihm sein „erstes Mal“ gefällt.

Nach der Schnorchelausfahrt tauchst du einfach weiter wie bisher, aber beobachte gleichzeitig einfach mal, wie viele Fragen er dir stellt, wenn du von einem Tag unter Wasser zurückkommst. Wenn er immer mehr Fragen stellt und die Fragen immer präziser werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du seine Neugier geweckt hast. Jetzt musst du ihn in die „Taucherkultur“ einführen.

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Wenn dein nächster Tauchtag ganz in der Nähe stattfindet, könntest du vielleicht sagen, dass es bei dir später wird, weil du noch mit deinen Tauchfreunden zu Abend essen oder etwas trinken gehen willst. Erwähne, so ganz nebenbei, wo ihr hingeht. Versuch‘s mal so: „Wenn ich mich ein bisschen verspäten sollte, dann weil wir nach dem Tauchgang noch ins Sharkey‘s auf der Hauptstraße gehen. Die würden sich alle sicher freuen, wenn du auch vorbeikommen würdest.“ Wenn er dann wirklich kommt, dann sorge dafür, dass er immer am Gespräch beteiligt ist, indem du auf Dinge hinweist, die er interessant finden könnte.

Und jetzt kommt der schwierige Teil. Wenn alles gut geht und er immer noch interessiert ist, dann frag mal nach, ob dein Dive Center einen Discover Scuba Kurs oder einen Schnuppertauchabend anbietet, wo er die ganze Ausrüstung zum ersten Mal ausprobieren kann. Für dich wird es schwierig werden einfach zuzusehen, während er sein Gleichgewicht findet und sich endlich wohlfühlt. Aber versuche dich bitte zurückzuhalten und gib nicht zu viele Ratschläge. Irgendwann wird er sich schon wohlfühlen, und zwar dann, wenn die Zeit dafür reif ist.

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Wenn er danach immer noch davon spricht, dich auf deinem nächsten Tauchtrip zu begleiten, dann denk mal darüber nach ihm für den nächsten Urlaub oder zum Geburtstag den eLearning-Kurs zu schenken. Den kann man getrennt von den Open Water-Tauchgängen bezahlen, die zum Kurs gehören, und man hat ein Jahr Zeit diesen Teil des Kurses zu absolvieren. So fühlt er sich nicht unter Druck gesetzt und kann in seinem eigenen Tempo lernen.

Sobald der theoretischen Teil abgeschlossen hat, kann er den PADI® Open Water Diver Kurs beginnen.

Und jetzt die eigentliche Frage: Bist du bereit für einen Tauchpartner, dessen Luftverbrauch erstmal suboptimal ist? Kannst du Geduld haben? Denn es kann schon ein Jahr dauern oder sogar länger, bis er mit dir mithalten kann. Aber behalte dein Ziel im Auge. Am Ende hast du vielleicht das, was du dir schon immer gewünscht hast: einen Tauchpartner fürs Leben.

Brauchst du noch ein bisschen mehr Hilfe? Schau dir mal diesen Artikel an: 4 einfache Möglichkeiten, einen Tauchpartner zu finden.